Debunking Eco-Pop (IV)

// Erster Entwurf, 22/10/14

Ein weiterer Kritikpunkt ist oftmals das Wachstum, resp. die Qualität des Wachstums. Es besteht die Befürchtung, dass in der Vergangenheit eine stetige zunahme der Beschäftigten in diesem Land rein auf den öffentlichen Sektor zurückzuführen sei und dementsprechend nicht nachhaltig ist. Diser Anteil wurde aber in der Realität immer kleiner:

Anteil der Mitarbeiter im öffentlichen Sektor:

Währenddessen die Anzahl and Beschäftigten in der Schweiz kontinuierlich zunahm:

Ein weiterer Einblick liefert der Vergleich von Wirtschaftswachstum und Bevölkerungszunahme pro Kanton:
Bevölkerungswachstum und Wirtschaftswachstum pro Kanton im Jahr 2009. Dabei wurde das Wirtschaftswachstum 2009 (BIP) der Bevölkerungszunahme 2010 gegenübergestellt.

Wie wir erkennen können scheinen Kantone mit einem weniger starken Rückgang der Wirtschaftsleistung im nächsten Jahr ein höheres Bevölkerungswachstum verzeichenen. Aufgrund der limitierten Datensätze (das BFS hat nur BIP daten pro Kanton seit 2008) lässt sich diese Aussage allerdings nur sehr beschränkt verallgemeinern. Einen ähnlichen Eindruck hinterlässt allerdings die folgende Grafik über die ganze Schweiz:

Auch hier scheint die Veränderung im Bevölkerungswachstum der Wirtschaft zu folgen. Eine kleine Regression verdeutlicht den Zusammenhang im Bezug auf die Zuwanderung. Stellen wir die Zuwanderung dem Wirtschaftswachstum des Vorjahres gegenüber erhalten wir eine deutliche Korrelation:

Wir können also festhalten, dass in der Schweiz dem Anschein nach die Bevölkerungszunahme auf das Wirtschaftswachstum folgt. Welche Folgen nun eine absolute Beschränkung der Zuwanderung (und damit indirekt der Bevölkerung) auf die Wirtschaft haben wird, kann anhand dieser Graphen nicht gezeigt werden. Gemeinhin wird von den Befürworten erhofft, dass eine Wiedereinstellung von älteren Arbeitnehmern die beschränkte Zuwanderung ausgleicht. Verglichen mit den Erwerbsquoten der 25-54 Jährigen besteht hier auch durchaus noch Potential (siehe Teil I) für die 54-64 Jährigen. Ob der Plan aber auch für die Wirtschaft aufgeht bleibt offen - schliesslich wären die älteren Arbeitskräfte im Schnitt teurer (siehe Teil II).

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